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Kundenorientierte Gesprächsführung
So oder so ähnlich heißen ja diese
Schulungen, in denen man lernt wie man so mit seinen Kunden am besten
spricht. Da werden einem dann die üblichen Geschichten beigebracht wie
"Ein Lächeln kann man hören (für die Kundentelefonate)" oder jeder hört
seinen eigenen Namen gern, Frau Petersen usw.
Der nette Mann von der Bank, bei dem wir neulich waren, der hat
bestimmt auch so'n Kurs mal mitgemacht. Und der muss ihm sehr bleibend
in Erinnerung geblieben sein. Sehr.
Nicht nur, dass er uns stets mit unseren Namen angesprochen hat ( "Herr
Müller-Lüdenscheid, Frau Dr. Klöbner", also mal so zum Beispiel) und
damit einiges unserer aller kostbaren Zeit verjubelt hat, hat er uns
auch stets um Erlaubnis gefragt, Dinge zu tun. Die er dann aber einfach
getan hat. Also ohne die Antworten abzuwarten.
Also "Herr Müller-Lüdenscheid, Frau Dr. Klöbner, wenn Sie erlauben,
dass ich Ihnen dies hier eben mal erläutere" und dann erläuterte er
auch einfach. So mir nichts, Dir nichts.
Ob das so gemeint war im Workshop für kundenorientierte
Gesprächsführung ?? Fragen Sie den Kunden stets, ob er mit der weiteren
Vorgehensweise einverstanden ist.--Aber warten Sie um Himmelswillen
nicht seine Antwort ab!!!
Also, wenn ich schon gefragt werde...oder???
Na, jedenfalls kam er ständig durch mit dieser Masche.
Erschwerend hinzukommend kam nämlich noch hinzu, dass er recht schnell
sprach und vermutlich über irgendwelche seitlichen Kiemen oder
ähnliches verfügen mußte, um Luft zu holen. Vielleicht wirkte er auch
nur so gehetzt, weil er befürchtete, wenn er uns Zeit zum Sprechen
geben würde, dass wir wieder mit einem weiteren (Extra-)Wunsch
aufwarteten oder es uns mal wieder nochmal überlegen wollten.
Zu den vielen "Herr Müller-Lüdenscheid, Frau Dr. Klöbner, wenn Sie
erlauben, dass ich Ihnen dies hier noch zeige" gesellten sich dann auch
noch diverse "Also Herr Müller-Lüdenscheid, Frau Dr. Klöbner, Sie
sehen, dass ich wirklich bemüht bin" oder "Herr M..., Frau Dr. K...wir
wollen auch wirklich alles für Sie tun, aber..."
Vermutlich hätte er das Geschäft in der Hälfte der Zeit abschließen können.
Aber gelernt ist gelernt. Jeder hört seinen Namen gern. Und der Kunde ist König. |
Geschrieben am: 23:29, 19.11.2005 |
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