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Durch welche Brille man schaut

                                            

Neulichs war es ja endlich wieder warm und trocken und eine junge Frau genoss das schöne Wetter bei einem Spaziergang. Sie sog die Sonnenstrahlen nur so auf und schlenderte dahin; da traf sie auf diese Schnecke auf dem Foto. Es war warm und die Schnecke schnaufte: "Diese Wärme.....die Sonne...wie war's schön während der verregneten Tage".

Verdutzt blieb die Frau stehen- war sie tatsächlich auf jemanden gestossen, der sich nicht über den "Sommer-Einfall" freute?? 

Die Schnecke fragte wo die junge Spaziergängerin hin wollte und wie lange sie noch bei dieser Wärme spazieren gehen würde. "Ach, ich bin jetzt ca. 4 Kilometer gegangen und wahrscheinlich brauche ich noch eine halbe Stunde bis ich wieder zuhause bin, ca.3 Kilometer von hier." antwortete die junge Frau. Die Schnecke ächzte kurz auf und verriet , dass sie langsam, ganz langsam versuchte zum noch feuchten und mit Sicherheit kühleren Grünstreifen zu kommen.

 

Er war etwa 2 Schritte entfernt-- für die junge Frau. Für die Schnecke bedeutete es wohl noch einen Spaziergang von ungefähr einer halben Stunde.

 

Es kommt immer wieder darauf an, durch welche Brille man das Leben und die Welt betrachtet, welche man von Geburt an mitbekommt und welche man sich im Laufe des Lebens selber aufsetzt.

 

Und manchmal dauern kleine Schritte lange, Wochen, Monate oder sogar Jahre.

Und manchmal macht man große Schritte in relativ kurzer Zeit.

War ich die junge Frau oder doch die Schnecke in der Geschichte?? Vielleicht war es ja auch ein Selbstgespräch....

 


Geschrieben am: 20:23, 21.8.2005
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