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Networking ist nicht immer nett-working
Social networking- ein Begriff, den man wohl heutzutage benutzt, um etwas zu beschreiben, das einige Menschen betreiben, wofür einige Menschen prädestiniert sind, weil ihnen bestimmte Fähigkeiten in die Wiege gelegt und/oder anerzogen wurden und/oder erfahren bzw. erlernt haben.
Sicher ist es ein "Geschenk" mit Fähigkeiten und Erfahrungen ausgestattet worden zu sein, die einen dazu befähigen, mit Menschen in Kontakt zu treten, sie meist zu verstehen, sie oft zueinander zu bringen, Freundschaften zu pflegen, Beziehungen zu pflegen, das Zuhause zu pflegen, die Familie zusammenrücken zu lassen, Anlaufpunkt bei Problemen zu sein, Organisator und/oder Ideengeber von Geschenken zu sein, Feste zu organisieren und die Leute dazu zu begeistern usw.......kurzum das soziale Netzwerk von Kollegen, Freunden, Familie und Partner immer wieder mit Leben zu füllen. Es ist aber auch manchmal eine unglaubliche Last. Zum einen, weil es nicht immer nur leichtfällt und Spaß macht, gerade wenn es um Probleme und Streitereien geht. Aber es gibt noch etwas, was es manchmal zur Last werden läßt: Gegenüber diesen Netzwerkern wird leider so manches Mal vergessen, dass auch sie Probleme, Defizite und vor allem auch Wünsche haben. Und weil es eben sozial-strukuierte Menschen sind, die eine gute Wahrnehmung haben für die Bedürfnisse und Wünsche der anderen, ist es für diese um so unverständlicher und trauriger, wenn es umgekehrt nicht wahrgenommen wird oder nicht darauf reagiert wird oder davon ausgegangen wird, dass sie schon damit klarkommen, weil sie sonst ja auch immer eine Lösung oder Rat parat haben.
Und es kann eine Last sein, wenn man einfach mal dieser Fähigkeit müde ist. Müde ist, der Kümmerer zu sein, der Organisator, der Zusammenführer und der Beziehungspfleger. Und sich womöglich noch rechtfertigen zu müssen, warum man das denn nun gerade nicht mehr tun will.
Nun könnte man argumentieren, dann sollen sie es doch lassen, einfach mal egoistisch sein, sollen die Freunde doch woanders hingehen, die Kollegen sich woanders ausheulen und die Beziehung läuft bestimmt auch ohne besonderen Aufwand.
Keiner kann sich um 180 Grad auf Dauer drehen.
Aber social networking hat mal Urlaub, Familienglucke hat mal frei, Beziehungspfleger ist vorübergehend "out of order" und bedarf einfach der Vertretung und/oder besonderen Pflege. Stelle hiermit Urlaubs- und Pflegeantrag.
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Geschrieben am: 16:30, 15.8.2007 |
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