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Werte
Neulich hatte ich ja bei blue sky diesen Beitrag
entdeckt, den ich sehr treffend fand. Und er hat mich eine ganze Weile
beschäftigt bzw. tut es noch immer, immer mal wieder zwischendurch.
Eigentlich ist es glaube ich etwas, was mich mein ganzes Leben hindurch
beschäftigt: Ungerechtigkeit. Für mich eine Form der Ungerechtigkeit.
Es kann sich wohl kaum jemand davon freisprechen, nicht schon mal
gelästert zu haben, getratscht, vielleicht auch schon mal schadenfroh,
ironisch oder sarkastisch gewesen zu sein.
Alleine diese beiden Worte Verachtung und Häme haben für mich schon so
einen ganz derben Klang. Und leider gibt es ja tatsächlich solche
Menschen. Gut, wenn sie sich offensichtlich als solche zu erkennen
geben, kann man sich drauf einstellen und eben Distanz halten. Einige
sind ja offensichtlich und machen auch gar keinen Hehl daraus. Ist ja
fast'ne reelle Angelegenheit. Denen kann man dann auch entsprechend
entgegentreten und nahezu jeder weiß darum und man kann sich entweder
fernhalten oder nicht. Die halten ja zumindest das Gegenüberstehen aus
und eine mögliche direkte Reaktion.
Einige erkennt man aber nicht sofort. Nicht weil sie nicht immer so
verächtlich-hämisch sind, sondern es vertuschen. Freundlich-lächelnd
vor einem stehen und sich umdrehen und es wird der Eimer ausgekübelt.
Falsches Spiel, zu glauben der andere merkt es eh nicht und dann eben
auch noch hämisch sein oder gar verachtend.
Und die ganz verschärfte Form ist dann hinter'm Rücken und gegenüber
jemandem der auch noch schwächer ist, intellektuell, emotional oder nur
einfach verbal. Sollen sie sich doch wenigstens ihresgleichen suchen.
Eine etwas subtilere Form der Verachtung ist für mich dann noch, den
anderen für so blöd zu halten, dass er nicht merkt, dass man ihn
hintergehen, beschubsen oder sonst was Schlechtes will.
Für fast alle beschriebenen "Typen" fallen mir (leider Gottes)
Beispiele ein und ich frage mich immer wieder, welche Einstellung
solche Menschen wohl haben gegenüber anderen. Im wahrsten Sinne des
Wortes: Wenn sie anderen gegenüber stehen. Wie fühlen die sich
dann? Was bringt sie dazu, die Welt, den anderen Menschen so zu
betrachten? Sind sie wirklich vorher selber von demjenigen so sehr
geärgert gar gequält worden, dass man es fast verstehen kann? Ist es
nur die eigene Unzufriedenheit ? Ist Respektlosigkeit der erste Schritt
dorthin ?? Einfach nur grandiose Selbstüberschätzung?? Profilneurose??
Kompensieren von eigenen Komplexen ?? Ein perfider Plan ??
Sicher, sicher, schwere Kindheit, Zwangsneurosen, posttraumatische
Schäden aus den Erlebnissen im Geburtskanal...... blabla....mich machen
diese Menschen unglaublich wütend, wenn es einen gewissen Grad
erreicht.
Und dann muss ich mich zusammenreißen, mich nicht auf deren Stufe zu
begeben und mich ebenfalls über sie zu stellen........und singe leise
den Schunder-Song vor mir her.....
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Geschrieben am: 19:19, 9.8.2006 |
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