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Landkarten
Heute etwas recht Passendes gelesen über Kommunikation.
Damit Kommunikation klappt, ist Empathie ja durchaus von Vorteil, zu erahnen oder gar zu wissen wie der andere reagieren wird. Dieses gedankliche Vorwegnehmen der Reaktion des anderen ist deshalb so schwierig, weil jeder andere Landkarten im Kopf hat: Der eine hat Bella Italia im Kopf, mit seichten Küstenstraßen, durch Olivenhaine, Sonnenblumenfelder in die Großstädte der Ostküste, der andere die schwedische Landkarte mit seinen eher schroffen Schären und den vielen,tiefen klaren Seen oder die Weite der amerikanischen Landkarte mit endlosen Highways und riesigen Städten......garantiert schief geht daher auch die Kommunikation, wenn man glaubt, Schweden sei auch wie Italien oder Amerika, dass also der andere die gleichen Begriffe und Gefühle miteinander verbindet.
Die Gefühlswelt des einen und anderen ist bei Kommunikation mindestens genauso wichtig wie das reine Übermitteln der Begriffe. Mit Kommunikation teilen wir dem anderen nicht nur die Begriffe unserer Landkarte mit, sondern auch in welcher Beziehung wir zu ihm stehen oder stehen möchten., kalter Krieg, Bündnis oder grenzüberschreitendes Miteinander usw…..wobei ich damit "Beziehungen" nicht so negativ behaftet sehen wollen würde wie es hier im 4. Absatz beschrieben ist.....anscheinend hat man(n) hier noch nichts von der sozialpsychologischen Betrachtung der Rhetorik gehört ;-)
Gibt jetzt keinen schriftstellerisch-krönenden Bronze-Abschlußsatz dazu, nur dass mich die „Landkarten-Theorie“ angesprochen und zum Nachdenken angeregt hat und zu dem Schluß hat kommen lassen, dass Kommunikation und Menschen immer wieder‘ne spannende Sache sind.
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Geschrieben am: 01:05, 20.5.2006 |
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