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Heute kam mir ein Kollege auf dem Flur entgegen und begrüßte mich mit "Hallo Frau H." Hä ? Frau H ???? Diesen Namen habe ich nun vor bereits 5 Jahren wieder abgelegt. Sicher,der Name hat mich einen Teil meines Lebens begleitet, aber daß dieser Teil beendet ist, ist sogar länger als 5 Jahre her, 5!! Irgendwann ist dann ja auch mal gut.
Es ist im Grunde nicht schlimm und die meiste Zeit dieses Lebensabschnitts war auch sehr schön; ich mag nur nicht dieses"Ewiggestrige". Sich erinnern, ja, gerne sogar, auch die Vergangenheit schätzen, ehren, respektieren, im Herzen oder Kopf behalten. Aber immer wieder "hochköcheln" , immer wieder nörgeln wegen einer längst vergangenen und abgeschlossenen Sache, immer wieder schwelgen im "Damals", immer wieder jammern wie ungerecht man behandelt wurde oder auch immer wieder auf seinen Lorbeeren ausruhen, wie großartig man doch das eine Mal war; Veränderungen eben einfach ignorieren und damit auch noch andere "behelligen". Hat nicht jeder schon mal einen Kollegen kennengelernt, der immernoch damit hardert, dass nicht er den einen Job bekommen hat, der vor 3 Jahren vergeben wurde ? Oder dass man Y nicht zur Party einladen durfte, wenn Z auch kommen soll, weil Ydoch Z mal vor 2 Jahren hat abblitzen lassen? (Beide aber inzwischen neue Beziehungen haben/hatten...vor allem: was sollen die eigentlich davon halten?). Bekannte oder Freunde einem ständig leicht theatralisch von etwas Vorschwärmen, das längst vergangen und abgeschlossen? Oder eben Kollegen einfach nicht raffen, dass man seit 5 Jahren wieder einen anderen Namen trägt.....
Ich lebe heute und jetzt und erinnere mich an vieles in derVergangenheit und hoffe aus vielem gelernt zu haben und auch heute nochschöpfen zu können. Aber wer immer wieder in der Vergangenheit lebt, verpaßt seine Gegenwart. So, und irgendwann ist dann ja auch mal gut.
Hallo Frau Gegenwart, hallo Herr Zukunft!!!
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